Spanien will sich im Juli wieder für Touristen öffnen

Der Sommerurlaub rückt näher, und es kann wohl auch nach Mallorca oder an die Costa Blanca gehen: Nach mehreren anderen europäischen Ländern gab nun auch Spanien bekannt, seine Grenzen wieder für Touristen öffnen zu wollen.

Spanien will sich kurzfristig wieder für ausländische Touristen öffnen. „Ab Juli wird der Empfang ausländischer Touristen unter sicheren Bedingungen wiederaufgenommen werden“, sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Samstag in einer Rede an die Nation. „Wir werden garantieren, dass die Touristen keine Risiken eingehen werden und auch, dass sie keine Risiken für uns verursachen.“

Genaue Termine oder Pläne nannte der sozialistische Politiker nicht. Erst Ende Juni werden die Spanier ihre Provinz verlassen dürfen. Mit mehr als 230.000 Infektionsfällen und über 28.000 Toten ist Spanien eines der von der Pandemie am schwersten betroffenen Länder der Welt. Die Zahlen werden aber seit Wochen besser und Sanchez stand zuletzt mit seiner strikten Corona-Politik zunehmend unter Druck.

Die Öffnung sei ein „sehr positives Signal“, sagte der Vizepräsident des spanischen Reiseunternehmer-Dachverbandes Exceltur, José Luis Zoreda, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Europa Press. Vom Deutschen Reiseverband (DRV) hieß es: „Nun rückt auch die Möglichkeit näher, dass die Deutschen im Sommer an Spaniens Stränden Urlaub machen können und das macht Mut.“

Der Reiseanbieter Tui will möglichst bald etwa wieder die Ferieninsel Mallorca ansteuern. „Wir halten uns an die offiziellen Vorgaben und stehen mit den lokalen Behörden in Kontakt. Sobald es von ihnen grünes Licht gibt, sind wir startbereit“, sagte ein Sprecher.

Bundesaußenminister Heiko Maas hatte am 17. März eine weltweite Reisewarnung für Touristen ausgesprochen, die noch bis zum 14. Juni gilt. Danach will der SPD-Politiker sie für die Europäische Union aufheben und durch individuelle Reisehinweise ersetzen.

„Es mehren sich die positiven Signale aus den beliebten Urlaubsdestinationen der Deutschen“, hieß es vom DRV. „Das ist aus Sicht der Reisewirtschaft sehr erfreulich. Denn Tourismus ist mehr als „Urlaub“. Er wird zur wirtschaftlichen Erholung beitragen, in Deutschland wie in anderen EU-Ländern.“