Spanien verlängert Ausgangssperre

Überall in Europa kämpfen die Regierungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Spanien verlängert nun seine Ausgangssperre um weitere 14 Tage. Im britischen Gesundheitssystem werden italienische Verhältnisse befürchtet.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will die spanische Regierung die im ganzen Land geltende Ausgangssperre bis zum 11. April verlängern. Dies kündigte Ministerpräsident Pedro Sánchez an. Die 46 Millionen Einwohner Spaniens dürfen seit dem 14. März ihr Zuhause nur verlassen, um zur Arbeit zu gelangen, Einkäufe zu erledigen, Medikamente zu besorgen oder mit dem Hund Gassi zu gehen. Bei Zuwiderhandeln drohen Geldbußen oder sogar Haftstrafen.

Sánchez erklärte, er werde das Parlament um eine Verlängerung der zunächst für 15 Tage geltenden Ausgangssperre um zwei weitere Wochen bitten. Damit würde diese bis zum 11. April gelten. Spanien ist nach Italien das am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land Europas. Die Zahl der Infizierten lag am Vormittag bei 28.572. Dies waren nach Angaben des Gesundheitsministeriums 3646 mehr Fälle und damit 14,6 Prozent mehr als noch am Samstag.

Sánchez hatte die Bevölkerung erst am Samstagabend auf „sehr harte Tage“ eingestimmt. „Wir müssen uns psychologisch und emotional darauf vorbereiten“, sagte der Regierungschef in einer Fernsehansprache. „Das Schlimmste kommt noch.“ Das Land stehe vor der größten Herausforderung seit dem Spanischen Bürgerkrieg von 1936 bis 1939.