Schlangen-Alarm auf Mallorca

Die Balearen-Insel hat mit einer massiven Ausbreitung von Schlangen zu kämpfen. Die Kriechtiere sind nicht giftig, aber aggressiv.

Schlangen-Alarm auf Mallorca: Die Balearen-Insel hat derzeit mit einer massiven Ausbreitung von Hufeisen- und Treppennattern zu kämpfen. Wie das „Mallorca Magazin“ berichtet, werden immer mehr der armdicken, bis zu zwei Meter langen Schlangen im Zentrum der Insel gefunden.

Und auch, wenn die Tiere Menschen nicht vergiften – gefährlich sind sie dennoch. Denn sie reagieren gereizt auf Angreifer. Und können so für Verletzungen bei Menschen sorgen, die zufällig auf die Schlangen treffen. Und die Wahrscheinlich ist hoch.

Der Tierschutzchef Mallorcas habe kürzlich sogar von einer Invasion gesprochen. Es sei mittlerweile unmöglich, die Eindringlinge auszurotten. Die Kriechtiere seien vor allem in den vergangenen 20 Jahren unbemerkt in hohlen Olivenbäumen vom spanischen Festland auf die Insel gelangt.

Mallorca: Schlangen sind ungiftig – aber aggressiv

2017 seien die Schlangen sogar in mehreren Dorfzentren gesichtet worden. Dort seien sie auf der Suche nach schattigen Orten wie Garagen und Keller. Der Bürgermeister von Sineu habe damals die Regierung um Hilfe gebeten. Die Schlangen sorgten für Angst in der Bevölkerung, sagte er.

Die Reptilien seien zwar nicht giftig, berichtet das Magazin, können jedoch aggressiv werden und zubeißen, wenn sie sich bedroht fühlen. Zudem könnten sie ihren Schwanz als eine Art Peitsche einsetzen, um den vermeintlichen Angreifer abzuwehren.

Hufeisen- und Treppennattern könnten leicht an ihrer charakteristischen Zeichnung – ovale oder rautenförmige Flecken – erkannt werden.

Auf Mallorca war vor Kurzem zudem ein seltener Parasit gefunden worden: Der sogenannte Ratten-Lungenwurm. Zudem machen Braunalgen vielen Sorgen – droht eine Umweltkatastrophe? Vor wenigen Wochen war die Insel auch von Unwettern heimgesucht worden – Touristen waren ins Meer gestürzt.