Portugal will Sommer-Urlaub ermöglichen

Für alle Portugal-Fans gibt es gute Nachrichten. Das Land will seine Grenzen trotz Corona-Pandemie wieder für Touristen öffnen. Wann du wieder einreisen kannst und was du beachten musst, erfährst du hier.

Das Coronavirus hat auch Europas Süden fest im Griff. Während die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Spanien bei rund 228.700 liegt, sind es im Nachbarland Portugal nur 28.100 Fälle (Stand: 14. Mai 2020). Und doch herrschen auch in dem beliebten Urlaubsland strenge Corona-Richtlinien für die Bürger. Jetzt wagt das Land am Atlantik erste Schritte aus der Krise – und will auch Reisen für ausländische Touristen wieder ermöglichen.

Einreisebeschränkungen für Madeira und Azoren weiter gültig

Sobald die weltweite Reisewarnung, die noch mindestens bis zum 14. Juni 2020 gilt, aufgehoben wird, will Portugal seine Grenzen wieder für Urlauber öffnen. Nur für die Insel Madeira und die Azoren sollen nach Angaben des Auswärtigen Amtes die Einreisebeschränkungen dann weiterhin in Kraft bleiben.

Eine allgemeine zweiwöchige Quarantäne soll es dann für Ankömmlinge auf dem portugiesischen Festland aber nicht geben. Urlauber müssen den Richtlinien zufolge bei ihrer Einreise lediglich den Grund für ihren Besuch erklären und wohin sie reisen. Damit die Übergangsphase aber sicher abläuft, arbeiten die Portugiesen gerade an einem Corona-Fahrplan für den Sommer-Tourismus.

Restaurants und Hotels sollen spätestens Anfang Juni öffnen

So sollen Restaurants und Hotels spätestens Anfang Juni wieder öffnen und mögliche Touristenflieger so bald wie möglich wieder starten, wie es in einer Mitteilung der portugiesischen Regierung heißt. „Wir gehen davon aus, dass dann auch wieder ausländische Touristen in die Algarve kommen“, erklärte João Fernandes, Leiter des Tourismusverbands der Algarve, gegenüber der „Deutschen Welle“.

Eine ähnliche Ansicht vertritt Inês Almeida Garrett, die DACH-Direktorin von Visit Portugal, in einem offenen Brief. Darin heißt es: „Ich möchte Sie daran erinnern, dass Portugal mit seinen sonnigen Tagen, seinen Landschaften, seiner Kultur und seinen Denkmälern immer für Sie da sein wird.“ Damit der Wiederanlauf der Touristik gelingt, hat sie daher Hygienestandards und Schutzmaßnahmen vorgeschlagen.

Urlaub in Portugal: Quarantäne-Regelung auf den Azoren

Das Konzept sieht auch ein neues Vorgehen an Airports vor. So gäbe es an den Flughäfen Lissabon, Porto, Faro, Madeira und Ponta Delgada künftig ein System zum Fiebermessen. Hierbei würden Infrarotkameras eingesetzt, die eine erhöhte Körpertemperatur erkennen.

„Außerdem kommen alle Passagiere, die auf den Flughäfen Madeira, Porto Santo und Azoren ankommen, in Quarantäne und in obligatorische soziale Isolation“, heißt es weiter. „Diese Maßnahmen werden ergriffen, um sicherzustellen, dass bei geöffneten Grenzen und normaler Flugkapazität das Infektionsrisiko in unserem Land minimal bleibt.“

Wer gewisse Hygienestandards erfüllt, erhält ein Siegel

Ähnlich wie die SPD-Fraktion des Europaparlaments sieht Garrett die Einführung eines Siegels – in diesem Fall „Clean & Safe“ – als Lösung. Es kennzeichne künftig Einrichtungen, die gewisse Hygienestandards erfüllen. Die Einhaltung der festgelegten Bestimmungen werde seitens der Einrichtung Turismo de Portugal regelmäßig überprüft. Bislang haben dem offenen Brief nach mehr als 2000 Unternehmen das Siegel beantragt. Wer dabei ist, werde „der Öffentlichkeit zugänglich gemacht“, möglicherweise im Internet.

Portugal: Welche Schutzmaßnahmen gelten an öffentlichen Orten?

Wie in vielen anderen Ländern seien auch in Portugal alltägliche Vorsichtsmaßnahmen eingeführt worden, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Hierzu zählt laut Garrett eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bussen oder Bahnen.

Und welche Richtlinien gelten am Strand? Diese Frage beschäftigt wohl einige potenzielle Urlauber. In dem Brief heißt es, die Regierung arbeite derzeit an der Festlegung „der besten Maßnahmen“, um einen sicheren Strandbesuch zu ermöglichen. „Wir hoffen, bald gute Nachrichten überbringen zu können. Touristen sind in unserem Land immer willkommen“, so das Schlusswort.