Mindestens zwölf Tote nach Sturm „Gloria“ in Spanien

Spanien wird von heftigen Regenfällen heimgesucht – an manchen Orten regnete es in wenigen Tagen mehr als sonst in einem ganzen Jahr. Ministerpräsident Sánchez macht den Klimawandel für das Wetter verantwortlich.

Nach dem Wintersturm „Gloria“ in Spanien ist die Zahl der Todesopfer seit vergangenem Sonntag auf mindestens zwölf gestiegen. Vier weitere Menschen werden laut Zivilschutz außerdem noch vermisst. Ministerpräsident Pedro Sánchez drückte seine „Solidarität mit den Familien der zwölf Opfer“ aus und machte den Klimawandel für das extreme Wetter verantwortlich.

„An einigen Orten fiel mehr Regen an einem Tag als im ganzen Jahr zu erwarten ist“, sagte Sánchez. Er verwies darauf, dass Spanien „den Auswirkungen des Klimawandels besonders ausgesetzt“ sei. Laut einer im Oktober veröffentlichten Studie der Forschungsgruppe Mediterranean Experts on Climate and Environmental Change (MedECC), der mehr als 600 Wissenschaftler angehören, könnten im Südosten Spaniens die Wettervorkommnisse mit heftigen Regenfällen wegen des Klimawandels um 10 bis 20 Prozent zunehmen.

„Gloria“ war am Sonntag mit Windgeschwindigkeiten von mehr als hundert Stundenkilometern über den Osten Spaniens gefegt und dann weiter nach Norden gezogen. Der Wintersturm brachte Eisregen mit sich und verursachte massiven Wellengang. Zahlreiche Gebäude wurden beschädigt und Straßen unter Wasser gesetzt.

Auch in Frankreich wurden Menschen evakuiert

Laut der spanischen Wetterbehörde Aemet schwächte sich der Sturm ab Mittwoch ab. In der nordöstlichen Region Katalonien sowie auf den Balearen-Inseln hielten die Behörden den Alarmzustand jedoch aufrecht.

Auch in Frankreich wirkte sich der Wintersturm aus. Im Süden des Landes wurden 1500 Menschen in Sicherheit gebracht, weil zwei Flüsse über die Ufer traten. Betroffen waren Teile der französischen Pyrenäen sowie das angrenzende Département Aude.