Mallorcas Inselrat erlaubt nur noch kleine Shoppingtempel

Auf Mallorca werden zukünftig kleinere Brötchen gebacken – zumindest was Einkaufszentren betrifft. Der Inselrat von Mallorca hat am Montag neue Vorgaben für Einzelhandelsbauten (PECMA) beschlossen. Die Anforderungen an die Realisierung neuer großer Einkaufszentren auf der Insel wurden damit verschärft.

Die Vorgaben zielen laut Inselrätin für Territorium und Infrastruktur Mercedes Garrido darauf ab, „die Auswirkungen auf die Umwelt zu vermeiden und lokale Unternehmen zu fördern. Die Zustimmung zu PECMA fiel mit 28 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen der liberalen Ciudadanos.

Festgelegt ist nun, dass in Palma und Marratxí neue Einkaufszentren eine Maximalfläche von 40.000 Quadratmetern haben dürfen. In Inca und Manacor wurde die Grenze auf 13.000 Quadratmeter festgelegt, während für die Touristengebiete Palmanova, Santa Ponça, Port d’Alcúdia und Playa de Palma festgeschrieben wurde, dass neue Shoppingtempel nicht größer als 4000 Quadratmeter sein dürfen.

In Gemeinden wie Andratx, Pollença, Campos und Sóller ist der Bau neuer Geschäfte von höchsten 1.500 Quadratmeter Grundfläche zulässig, im Rest von Mallorca wurde die Grenze bei 700 Quadratmetern festgelegt.

Nach diesen neuen Vorgaben scheint die Umsetzung des Shoppingcenters Palma Springs nicht möglich. Wie der Bauträger darauf reagiert, bleibt abzuwarten.

Die Einzelhandelsverbände zeigten sich zufrieden mit der politischen Entscheidung.