Jakobsweg in Spanien verzeichnet neuen Pilgerrekord

Knapp 350.000 Menschen haben sich von Januar bis November auf die Wanderung nach Santiago de Compostela begeben. Damit ist die Zahl der Pilger auf dem Jakobsweg zum dritten Mal in Folge gestiegen.

Der spanische Jakobsweg hat 2019 erneut eine Rekordzahl an Pilgern verzeichnet. Allein von Januar bis Ende November hätten mehr als 344.000 Menschen ihre Pilgerurkunde erhalten – im Gesamtjahr 2018 seien es rund 327.000 Besucher gewesen, wie spanische Medien berichteten.

Die Behörden seien zuversichtlich, dass bis Jahresende die Marke von 350.000 Pilgern übertroffen werde, hieß es. Neben zahlreichen Amerikanern seien wieder besonders viele Deutsche, Italiener, Portugiesen und Franzosen auf den berühmten Wanderwegen unterwegs.

Es ist das dritte Rekordjahr in Folge: Erstmals waren 2017 mehr als 300.000 Menschen den „Camino de Santiago“ gewandert. Ziel des Jakobwegs ist die Kathedrale von Santiago de Compostela in Galicien im Nordwesten Spaniens. Sie ist eine der wichtigsten Wallfahrtsstätten der Katholiken.

Das Gotteshaus wurde über einer Grabstätte errichtet, die dem Heiligen Jakob (spanisch: Santiago) zugeschrieben wird. Wenn sein Namenstag am 25. Juli auf einen Sonntag fällt, feiern die Christen ein Heiliges Jahr. Das letzte fand 2010 statt, das nächste ist 2021 – dann rechnen die Behörden mit einem besonders großen Pilgerandrang.