Bei katalanischer Küche denkt man natürlich umgehend an Ferran Adrià, König der Molekularküche und Chef des Gourmet-Tempels El Bulli. Doch die Gastronomie Kataloniens hat auch eine in der Tradition verankerte bodenständige Küche zu bieten. Verkörpert wird diese durch die „Fondas“, d.h. traditionelle Gasthäuser, in denen noch nach Großmutters Rezepten gekocht wird.

Carles Gaig zählt zu jenen avantgardistischen Köchen, die der klassischen katalanischen Küche zu einer Renaissance verhelfen wollen. In seiner Fonda Gaig, einem hundertjährigen Familiengasthof im Arbeiterviertel Horta, lässt er nach „Großmutters Rezepten“ Kochkunst und Aromen der Vergangenheit wieder aufleben, zur großen Freude seiner nostalgischen Stammkunden. Auf den Tisch kommen hier nur die feinsten Produkte, die Meer, Gebirge und die Gemüsefelder Kataloniens hervorbringen.
 
Tagtäglich wählt der Koch auf dem berühmten Markt La Boquería die besten lokalen Zutaten aus, um sein Menü zu gestalten, das sich dem Rhythmus der Jahreszeiten anpasst. Traditionelle Gerichte wie Cannelloni, Fleischbällchen oder Bacalao a la llauna werden zu erlesenen Gerichten, deren ausgesuchte Darbietung das einzige Zugeständnis an die Modernität ist.

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