Rom (dpa) - Die Fruchtbarkeitskampagne, mit der die italienische Regierung die Menschen zum Kinder kriegen überzeugen will, stößt auf heftige Entrüstung. Eine Broschüre zum Thema «Fertility Day» wurde im Internet als «rassistisch» kritisiert. Das Gesundheitsministerium zog die Broschüre daraufhin am Mittwochabend zurück und löschte die entsprechende Seite auf seiner Webseite. Italien hat eine der niedrigsten Geburtenquoten in Europa.

Auf dem Titel der Broschüre ist zu sehen, welche Dinge gut und schlecht für die Fruchtbarkeit sind. Unter dem Kapitel «gute» Angewohnheiten sieht man zwei weiße Pärchen am Meer. Für die «schlechten» wurden ein Dunkelhäutiger und ein Mensch mit Rastalocken beim Drogenkonsum abgelichtet. Facebook-Nutzer kritisierten das als Rassismus.

Gesundheitsministerin Beatrice Lorenzin versucht seit Langem, ihre Landsleute zum Kinderkriegen zu bewegen. Mit einer vorherigen Fotokampagne hatte sie allerdings auch kein Glück. Das Foto zeigte eine Frau mitsamt einer ablaufenden Eieruhr. Viele kritisierten, dass dies Frauen die Schuld daran gebe, nicht schwanger zu werden.


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