Das letzte Jahr war das wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Zugleich war es ein extrem trockenes Jahr.

2017 war in Spanien das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1965. Die Temperaturen hätten 0,2 Grad über den Werten gelegen, die 2011, 2014 und 2015 gemessen wurden - den bis dahin heißesten Jahren, teilte der staatliche Wetterdienst Aemet mit.

Auch sei 2017 ein extrem trockenes Jahr gewesen. "Es scheint, dass wir beginnen, den Klimawandel zu spüren", schrieb Aemet. Von den zehn heißesten Jahren in Spanien seit 1965 waren fünf davon in den Jahren seit 2011.

Madrid. Durch das Sturmtief "Eleanor" sind am Mittwoch in Spanien zwei Menschen ums Leben gekommen.

Das Paar sei im Baskenland auf einem Deich von einer riesigen Welle erfasst worden, teilten die örtlichen Behörden mit.

Eine dritte Person, die bei dem Unglück zwischen den Städten Deba und Mutriku ins Wasser fiel, sei lebend gerettet worden.

In Spanien ist die Arbeitslosigkeit Ende vorigen Jahres auf das für einen Dezember niedrigste Niveau seit acht Jahren gefallen. Die Zahl der Erwerbslosen sank zum Vormonat um 61'500 auf 3,41 Millionen, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch mitteilte.

Insgesamt waren 18,4 Millionen Spanier sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Damit kamen binnen eines Jahres mehr als 611'000 Arbeitsplätze hinzu - der grösste Zuwachs für einen Dezember seit 2005. Ministerpräsident Mariano Rajoy sprach von "grossartigen Daten", die auch Grund zum Optimismus für 2018 gäben.

Trotz der im europäischen Vergleich noch immer überdurchschnittlich hohen Arbeitslosigkeit wächst die Wirtschaft zwischen dem Baskenland und den Balearen nach einer Rezession mittlerweile wieder kräftig. Die Notenbank in Madrid veranschlagt für 2018 einen Zuwachs beim Bruttoinlandprodukt von 2,4 Prozent und für 2019 von 2,1 Prozent.

Eine Umfrage des deutschen GfK-Instituts hat ergeben, dass nur 49 Prozent der Deutschen Spanien uneingeschränkt als sicheres Reiseland betrachten. Wie die MM-Schwesterzeitung Ultima Hora schreibt, liegen die Ursachen dafür vor allem in den Unabhängigkeitsbestrebungen in Katalonien, dem Terroranschlag von Barcelona und den Anti-Tourismusprotesten in Barcelona und Palma.

Auch die Diskussion über weitere bzw. erhöhte Touristenabgaben hat laut Studie dazu beigetragen, bei Spanien-Reisenden Unsicherheit aufkommen zu lassen. "Viele Reisende haben das Gefühl, dass sie in Spanien nicht willkommen sind", wird Ulrich Reinhardt zitiert, Verantwortlicher der GfK-Studie.

Allerdings muss die Bedeutung der Umfrage für Spanien relativiert werden, da sich die Deutschen generell nicht mehr so sicher fühlen auf ihren Reisen. Immerhin belegt Spanien in der Umfrage Rang 6 unter den sichersten Reisezielen. Die ersten fünf Plätze belegen Deutschland, gefolgt von Österreich und der Schweiz, den skandinavischen Ländern und Italien.

Sicherheit werde aktuell ein immer wichtigeres Kriterium bei der Auswahl des Reiseziels, heißt es in der Studie.

KATALONIEN ⋅ Bei der Wahl vom Donnerstag in der spanischen Autonomieregion stimmten die Wähler indirekt auch über die Unabhängigkeit Kataloniens ab. Hochrechnungen sahen die Separatisten insgesamt vorn – knapp.

Die Neuwahl in Spaniens Konfliktregion Katalonien bringt möglicherweise keine Änderung der bisherigen Machtverhältnisse mit sich. Nach den ersten Hochrechnungen von Donnerstagabend lagen die Unabhängigkeitsbefürworter zusammengerechnet mit 46,5 Prozent knapp vorn. Sie könnten demzufolge auch im Parlament wieder die Mehrheit der Sitze errungen haben. Ob dies für eine Regierungsbildung ausreicht, war Donnerstagabend aber noch unklar. Gleichwohl mussten die Separatisten, die bis Oktober in der Region regierten und die Unabhängigkeit Kataloniens durchsetzen wollen, leichte Stimmverluste hinnehmen.

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