Die Katalonien-Krise kommt für Spanien teuer. Der Wirtschaftsminister geht davon aus, dass der Konflikt bis jetzt rund eine Milliarde Euro Verlust gebracht hat. Alle News im Blog.


Bei Neuwahlen in Katalonien erhielten wieder Separatisten die meisten Stimmen.

Der Konflikt könnte durch die Wahl neu entfacht werden: Der frühere Regionalpräsident Carles Puigdemont fordert Gespräche mit Spanien.

Bei Neuwahlen in Katalonien erhielten wieder Separatisten die meisten Stimmen.

Der Konflikt könnte durch die Wahl neu entfacht werden: Der frühere Regionalpräsident Carles Puigdemont fordert Gespräche mit Spanien.


Katalonien-Konflikt: Die News im Blog

1. Januar: Katalonien-Krise kostet Spanien schon rund eine Milliarde Euro

Die Katalonien-Krise hat Spanien nach Einschätzung von Wirtschaftsminister Luis de Guindos bislang etwa eine Milliarde Euro gekostet. Angesichts des Streits um die Unabhängigkeit der Region habe sich das Wirtschaftswachstum dort im letzten Quartal 2017 verlangsamt, sagte Guindos am Montag dem Radiosender Cadena Ser.

Gründe für das verlangsamte Wachstum seien enorme Unsicherheit, Besorgnis und ein Vertrauensverlust, die die inzwischen durch Madrid abgesetzte katalanische Regionalregierung mit ihren Unabhängigkeitsbestrebungen ausgelöst hätten, sagte Guindos. Von einem Motor des Aufschwungs in Spanien habe sich Katalonien "zu einer Last" entwickelt. Wegen der Unsicherheit über die Zukunft Kataloniens haben bereits mehr als 3100 Firmen ihren Hauptsitz aus der wohlhabenden Region im Nordosten Spaniens abgezogen. Die Region erwirtschaftet traditionell rund ein Fünftel des spanischen Bruttoinlandsprodukts.

31. Dezember: Puigdemont fordert Verhandlungen

Der katalanische Ex-Präsident Carles Puigdemont hat die Regierung in Madrid dazu aufgerufen, das Ergebnis der Neuwahl in der Region anzuerkennen. "Alle haben sich äußern können", sagte der 55-Jährige am Samstagabend mit Blick auf die Wahl vom 21. Dezember in einer Neujahrsansprache, die in Brüssel aufgenommen wurde. Dorthin hatte sich Puigdemont Ende Oktober abgesetzt, um einer Festnahme in Spanien zu entgehen. "Worauf wartet Ministerpräsident (Mariano) Rajoy, um das Resultat anzuerkennen?"

Gleichzeitig forderte Puigdemont die Regierung auf, die von Madrid abgesetzte Regionalregierung wieder einzusetzen. "Als Präsident fordere er von der Regierung, "alle, die ohne Zustimmung der Katalanen abgesetzt wurden, wieder einsetzen". Es müssten endlich politische Verhandlungen aufgenommen werden.

29. Dezember: Neues Parlament Kataloniens tritt erstmals am 17. Januar zusammen

Das vorige Woche aus einer Neuwahl hervorgegangene Parlament der spanischen Konfliktregion Katalonien tritt in Barcelona erstmals am 17. Januar zusammen. Das teilte der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy nach Gesprächen mit Vertretern der Regionalparteien am Freitag in Madrid mit.

Bei der Neuwahl hatten die drei für die Unabhängigkeit Kataloniens eintretenden Parteien am 21. Dezember erneut die absolute Mehrheit der Sitze errungen. Zuvor war die separatistische Regionalregierung nach einem von der spanischen Justiz verbotenen Referendum am 1. Oktober und einem Beschluss zur Abspaltung von Spanien Ende Oktober von Rajoy abgesetzt worden.

Die Allianz JuntsxCat (Gemeinsam für Katalonien) des abgesetzten Regionalpräsidenten Carles Puigdemont belegte beim Urnengang nach vorläufigen Endergebnissen mit 34 Sitzen zwar nur den zweiten Platz hinter den liberalen Ciudadanos (37). Im Gegensatz zur Ciudadanos-Chefin Inés Arrimadas kann sich Puigdemont aber Hoffnungen auf eine erneute Wahl zum Regionalpräsidenten machen, weil er Bündnispartner hat.

Ob sich die Separatisten auf eine Regierungsbildung werden einigen können, ist allerdings fraglich. Es gibt zwischen ihnen zum Teil große Differenzen. Außerdem hatte sich JuntsxCat-Spitzenkandidat Puigdemont nach seiner Amtsenthebung nach Belgien abgesetzt, um einer Festnahme zu entgehen. Bei einer Rückkehr in die Heimat droht ihm eine lange Haftstrafe. Gibt es bis etwa Mitte April keine neue Regierung, müsste wieder vorzeitig gewählt werden.




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