Portugal will 7 Jahre früher aus der Kohle aussteigen

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Portugal will 7 Jahre früher aus der Kohle aussteigen

Portugal will seine Kohleausstiegspläne um sieben Jahre beschleunigen und bereits 2023 aus der Kohleverstromung aussteigen, sagte Premierminister Antonio Costa von der Sozialistischen Partei am Wochenende.
Die Schließung der letzten beiden Kohlekraftwerke des Landes habe Priorität, sagte Costa.

Portugal plane jetzt das Kraftwerk Pego (628 MW) von Endesa bis November 2021 und Sines (1.256 MW), das die französische EDF betreibt, bis September 2023 vom Netz zu nehmen.

Bisherige Pläne hatten eine Schließung beider Anlagen bis 2030 vorgesehen.

Bis Ende 2023 sollen unterdessen 1,2 GW an neuer Wasserkraftleistung entlang des Flusses Tamega in Betrieb gehen und landesweit 1,3 GW an neuer Solarleistung installiert werden.

Kohle stellt dabei einen immer geringen Anteil der Stromerzeugung auf der iberischen Halbinsel dar, da die Profitmargen unter steigenden CO2- und günstigeren Gas-Preisen leiden und die Erzeugung aus erneuerbaren Energien zunimmt.