Bitcoin Steuerfreiheit: Portugal neues Steuerparadies

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Der gesamte Markt der Kryptowährungen ist noch sehr jung. Die älteste Währung Bitcoin ist gerade einmal 10 Jahre alt. Kein Wunder also, dass auch der Gesetzgeber sich erst an die neuen Entwicklungen anpassen muss. Gewohnt langsam kommen immer mal wieder neue Gerichtsurteile zu Regulierungen des Krypto-Marktes raus. So auch jetzt in Portugal zum Thema Steuerfreiheit.

Die portugiesische Steuerbehörde hat nun klargestellt, dass sowohl der Kryptowährungs-Handel als auch Zahlungen in Kryptowährungen im Land nicht besteuert werden. Dies geht aus einem am 26. August von der portugiesischen Wirtschaftszeitung „Jornal de Negócios“ veröffentlichten Bericht hervor. Darin heißt es, dass die portugiesische Steuer-und Zollbehörde bestätigt hat, dass Transaktionen mit Kryptowährungen wie Bitcoin (Zahlungen, Kauf, Verkauf) von der Mehrwertsteuer befreit sind.

Berichten zufolge hat die Behörde die Klärung eines Falles eines lokalen Krypto-Unternehmens fertiggestellt und ein offizielles Urteilsdokument dazu veröffentlicht. In dem Dokument stellt die Behörde fest, dass der Tausch von Krypto- gegen Fiat-Geld umsatzsteuerfrei ist und fügt hinzu, dass Nutzer von Bitcoin und Co. keine Einkommensteuer zahlen müssen.

Bitcoin Steuerfreiheit wegen Urteil aus dem Jahr 2015

In der offiziellen Erklärung zitiert die portugiesische Steuerbehörde ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs aus dem Jahr 2015 in dem es um das große schwedische Bitcoin-Portal Bitcoin.se ging.

Das zuständige Gericht hat damals entschieden, dass Bitcoin ein Zahlungsmittel ist und, dass der Tausch daher von der Mehrwertsteuer befreit werden sollte. Das schwedische Steueramt argumentierte daraufhin jedoch gegen das Urteil und behauptete, das Gericht habe die Angelegenheit nicht vollständig verstanden.

Frühere Haltung zur Bitcoin Steuer

Die aktuelle Stellungnahme folgt einem früheren Steuerurteil der portugiesischen Steuerbehörde, wonach Kryptowährungen im Land nicht besteuert werden. Ein von der Behörde im Jahr 2016 veröffentlichtes Dokument besagt, dass die Einnahmen aus dem Verkauf von Kryptowährungen in Portugal nicht der Einkommensteuer unterliegen.

Anfang 2013 gab die portugiesische Zentralbank, die Banco de Portugal, eine Erklärung heraus, in der sie sich auf ein Dokument der Europäischen Zentralbank aus dem Jahr 2012 bezog.

Die portugiesische Bank äußerte Bedenken hinsichtlich der Anerkennung von Bitcoin durch die EZB als „Innovations-Phänomen bei virtuellen Währungsmodellen“ und behauptete, dass Bitcoin nicht als sichere Währung angesehen werden könne, da es von unregulierten Stellen ausgegeben werde.