Treibstoffkrise in Portugal: Tesla-Fahrer freuen sich

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Nach der Treibstoffkrise in Portugal verleihen E-Auto-Besitzer ihrer Freude über Twitter Ausdruck. Viele sind sich einig, dass dieser Vorfall das Interesse an Elektroautos nochmal gesteigert hat.

Elektrofahrzeugbesitzer profitieren seit Jahren von großzügigen staatlichen Zuschüssen. Die sogenannte Umweltprämie erleichtert den Kauf von E-Autos um mehrere tausend Euro und das soll natürlich mehr Kunden anlocken, die mit ihrem Kauf zur Bekämpfung von Umweltverschmutzung und globaler Erwärmung beitragen. Den größten Schub an Käufern würde aber wohl eine Treibstoffkrise auslösen. In den 1970er Jahren gab es solch eine Knappheit bereits in den USA, mit massiven Auswirkungen. Jetzt gab es in dieser Woche auch eine Treibstoffkrise in Portugal, allerdings in viel geringerem Umfang als noch in den 70ern.

Zu Wochenbeginn um Mitternacht begann eine Gewerkschaft von Gefahrgutfahrern einen Streik in Portugal, bei dem sie bessere Löhne und Bedingungen für ihre Beschäftigten forderten. Am folgenden Abend erklärte die Regierung eine Treibstoffkrise und stellte fest, dass der Streik Flughäfen, Tankstellen, Häfen und öffentliche Verkehrsmittel betraf. Die Krise erwies sich als kurzlebig, so dass die Arbeiter nach dringend notwendigen Verhandlungsgesprächen den Streik nach drei Tagen abbrachen.

In dieser Zeit spürten die Tesla-Besitzer in Portugal, wie schön es ist, nicht auf normale Tankstellen angewiesen zu sein. Viele konnten nicht anders und mussten ihrer Freude über Twitter Ausdruck verleihen.

Manche Besitzer schlugen Tesla CEO Elon Musk sogar vor, die Krise als Verkaufsargument für seine Fahrzeuge zu nutzen.

Einige spekulierten, dass andere Nationen den Wert von Elektrofahrzeugen besser begreifen würden, wenn sie eine ähnliche Kraftstoffkrise erleiden würden. Oder zumindest macht die Situation in Portugal darauf aufmerksam, wie viel leichter es E-Fahrzeuge es jetzt haben. Würde es eine Energiekrise geben, wären natürlich auch sie davon betroffen.

Glücklicherweise scheint die Kraftstoffkrise in Portugal vorbei zu sein. Jedoch dürfte das Interesse an E-Autos bei vielen Einwohnern gestiegen sein, die neidisch dabei zusahen, wie Tesla Autos an ihrer Benzinschlange vorbeigefahren sind.