Maestro des „Siglo de Oro“: Sevilla feiert 400 Jahre Murillo

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Sevilla (dpa) – Sevilla feiert einen seiner berühmtesten Söhne: Anlässlich des 400. Geburtstages des Barockmalers Bartolomé Esteban Murillo (1617-1682) wurde am Dienstag in seiner andalusischen Heimatstadt das «Año Murillo» (Murillo-Jahr) eröffnet. Unter anderem sind bis Ende 2018 Sonderausstellungen, Konzerte, Workshops und Symposien geplant, die sich mit dem Werk des spanischen Künstlers befassen. Los geht es mit der Schau «Murillo und die Kapuziner von Sevilla. Eine Rekonstruktion».

Bis zum 17. März sind im «Museo de Bellas Artes de Sevilla» jene Bilder zu sehen, die Murillo für das Kloster der Heiligen Justa und Rufina malte. Mittelpunkt ist das großformatige Gemälde «Der heilige Franziskus in der Portiuncula-Kapelle», das vom Kölner Wallraf-Richartz-Museum ausgeliehen wurde. Das Werk ist mehr als vier Meter hoch und fast drei Meter breit.

Zudem hat die Stadtverwaltung von Sevilla verschiedene «Murillo-Routen» ins Leben gerufen. Sie führen Kunstfans zu öffentlichen und privaten Orten, an denen Murillo Spuren hinterlassen hat.

Obwohl er sich selbst als religiösen Maler sah, der seinen Schwerpunkt auf Madonnen- und Heiligenmalerei legte, gehören auch Murillos weltliche Bilder – etwa Straßenszenen und bettelnde Kinder in Sevilla – zu den Meisterwerken aus Spaniens «Siglo de Oro» (Goldenem Zeitalter). Murillo gilt zusammen mit Diego Velázquez als Hauptvertreter der Epoche.

Foto: www.pixabay.com/csminsoo